Bischof Nikolaus kommt auf die Himmlisch-Nah-Bühne
Ob Nikolaus oder Weihnachtsmann, Santa Claus oder Väterchen Frost. Viele Legenden ranken sich um diese Gestalten und alle gehen zurück auf den Bischof Nikolaus von Myra. Um das Jahr 300 hatte er sich einen Namen als Kämpfer für Entrechtete und Arme gemacht. Als Sohn reicher Eltern soll Nikolaus sein ererbtes Vermögen den Armen gegeben haben.
So berichtet eine Legende, er habe eine arme Familie davor bewahrt die Töchter in ein Bordell verkaufen zu müssen, indem er abends prall gefüllte Geldbeutel über die Mauer geworfen habe. Eine sehr bekannte Legende zeigt ihn als Bischof der Stadt Myra, dem heutigen Demre, ein kleiner Ort 100 km südwestlich von Antalya in der heutigen Türkei. Als während einer Hungersnot in der Stadt Schiffe aus Alexandrien mit Korn für Rom vor Anker gehen, bittet er die Kapitäne, der Stadt einen Teil des Korns zu verkaufen. Diese stimmten zu, allerdings nur unter der Bedingung, dass die Schiffe nicht sichtbar leichter werden dürfen. Und das Wunder geschieht, die Stadt kann Korn für zwei Jahre erwerben.
Im Mittelpunkt der Verehrung des Heiligen Nikolaus stehen kleine Geschenke für die Kinder am Nikolaustag. Im Mittelalter verändert sich seine helfende Rolle, als die Gestalt des Knecht Ruprecht dazukommt, die den gütigen Nikolaus begleitet und Verfehlungen bestraft. Martin Luther wollte die Heiligenverehrung in den Nikolausbräuchen zurück drängen und empfahl das biblische Christkind als Geschenkebringer. Tatsächlich hat sich das Schenken zum Weihnachtsfest erst im 19. Jahrhundert nach und nach durchgesetzt und die Nikolausgeschenke etwas verdrängt.
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